LUMIX GH5

IM EINSATZ

FÜR COBRA 11

von Nikolaj Georgiew & Martin Rinderknecht

 

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Nun ist sie da. Die sagenumwobene neue LUMIX GH5 von Panasonic.
Viele Filmemacher warten händeringend auf das neue „Wundergerät“ und viele schwören jetzt schon auf ihren Look, obwohl sie kaum jemand bislang in Händen hielt. Bis auf uns jetzt… Martin Rinderknecht und ich von DIGICOPTER. Wir sind als erste Aerial Service Company in den Genuss gekommen eine GH5 an einem professionellen Spielfilmset nutzen zu dürfen. Alarm für Cobra11.

Action Concept ist bekannt für spektakuläre Actionaufnahmen und kontinuierliche, professionelle Arbeit. Sie schätzen unseren reibungslosen Workflow und unsere perfekte Technik, die auf den Punkt funktionieren muss. Schließlich kostet dort ein Tag viele tausend Euro. Und wenn da mal eine Kamera oder ein Tool von uns „spinnt“, dann muss sofort ein zweites oder drittes Ersatzgerät ran. Deswegen haben wir uns gleich die Lumix GH5 geschnappt und sie ins „kalte Wasser geworfen“. Denn nur im harten Einsatz kann man professionelle Geräte testen. Und was wir da erlebt haben, das war hart…!

Die GH5 hat wacker durchgehalten. Tatsächlich sogar ein Vorserienmodell. Alle Funktionen, die wir benötigten, liefen aber einwandfrei. Davon haben wir uns tagelang im Vorfeld vergewissert.

Was ist die LUMIX GH5? Es geht hierbei schlicht um einen neuen „Fotoapparat“ mit Videofunktion. Eigentlich ein Amateurgerät, aber von Profis geliebt.

 

 

Schon die GH3 und die GH4 waren Spitzenmodelle im Profikoffer. Die Qualität der Videobilder ist seit der HD und UHD-Revolution Mitte der 2000er ungebrochen auf dem Vormarsch. Und Panasonic mischt dabei ganz weit vorne mit. Was ist so besonders an diesen kleinen aber feinen Video- Fotoapparaten? Die sogenannte spiegellose Micro Four Third Generation. Kameras, die wie Spiegelreflexfotoapparate aussehen, es aber aus Filmsicht „Faust dick hinter den Ohren“ haben. Fotoapparate, die kaum jemand zum fotografieren nutzt. Zumindest nicht die Filmemacherprofis unter uns.

Ich persönlich, habe glaub ich,  genau sechs Bilder gemacht. Und die nur ausversehen. Die Kamera macht nach dem Öffnen der Verpackung einen sehr robusten Eindruck. Im Gegensatz zur alten GH4 wirkt sie ein wenig wuchtiger.  Obwohl sie nur um 4mm in der Höhe und ca. 12 mm in der Tiefe gewachsen ist wiegt sie rund 740gr. In der Klasse bereits ein Schwergewicht.

Das Menü ist gewohnt ohne Überraschungen. Selbst die Funktionstasten auf dem Gehäuse sind kaum gewandert. Für „Gewohnheitstiere“ wie mich ein Traum. Ich habe fast alles ohne Anleitung hergeleitet und die ersten Filmbilder waren schon nach wenigen Minuten im „Kasten“. Mich hat natürlich als erstes 4K 10 Bit 422 interessiert. 4K Ultra HD mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde klingt auch viel versprechend. Wobei man jetzt unterscheiden muss. Die Kamera kann 10 Bit 4:2:2 nur mit 25 Bildern/Sekunde aufnehmen. Die 60 Bilder werden im normalen 8 Bit 4:2:0 eingefangen. Aber die 25 Bilder im 4:2:2 10 Bit haben es in sich.

Das Gradingverhalten, also die Farbanpassung im Schnittprogramm war ein Genuss. Keine Abrisse in den Farben, keine Artefakte bei Verläufen. Alles extrem sauber. Ich habe die Kamera im Cinelike D Modus eingestellt, die Kurve extrem weich gemacht und die Schärfe auf -5 gedreht. Das war nötig, denn das von Haus aus eingestellte Schärfeverhalten bei „0“ ist mir viel zu scharf. Erst durch die Schärfe auf -5 kommt ein harmonischer Filmlook zustande. Die weichen Ergebnisse konnte man sehr gut im appleeigenen Final Cut Pro oder im Premiere CC17 mit Lumetrie anpassen.

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Nikolaj Georgiew & Martin Rinderknecht

 

 

Die zwei 2000X SD Cards, die ich in den beiden Slots stecken hatte, haben ihre Arbeit fehlerfrei gemeistert. Wir kamen jedoch nicht in die Bedrängnis 64 GB voll laufen zu lassen um das „Hot Swapping“ der Karten zu testen.

Der für uns wichtige Bildstabilisator hat hervorragende Arbeit geleitet. Das Bild kam glatt gebügelt auf den Sensor und sorgte für Begeisterungsstürme beim Betrachten unseres Materials. Schließlich sorgt das 5-Achsen Sensorstabilisierungssystem selbst an Festbrennweiten ohne Stabilisierung für saubere, verwackelungsarme Bilder.

Konkret an unserm Set fing es Nachmittag an zu regnen. Am Spielfilmset ist es meistens egal, ob es regnet oder ob die Sonne scheint. Da muss gedreht werden. Zwar sind bei unserem Multikopter auch Grenzen gesetzt und bei strömenden Regen gehen auch wir nicht mehr in die Luft. Aber heute haben wir eine Ausnahme gemacht. Die Abschluss Actionexplosion mussten wir einfach aus der Luft mitnehmen. Sie war so spektakulär geplant, dass wir dafür speziell gebucht waren. Unseren Oktokopter haben wir dementsprechend wasserdicht präpariert und die GH5 montiert.

Auch hier haben wir einfach ohne Rücksicht auf Verluste den Boliden angeworfen, die Linse gereinigt und den Kopter in Bewegung gesetzt. Auf „…und Action“ starteten wir die Kamera mit 180 Bildern die Sekunde in HD 4:2:0 und flogen durch den feinen Regen auf den Megacrash zu. Der Regisseur gab Kommando und der Spezialeffekter zündete das Dynamit. In Bruchteilen einer Sekunde entzündete sich das Gebilde aus Rohren und Gasflaschen und Schrott und Erde und flog meterweit in die Luft.

Der Kopter flog unbeirrt auf das Spektakel zu und die neue GH5 fing die Explosion im nun dämmernden Licht noch mit viel Power ein. Teile flogen dicht an unserem Digicopter vorbei und machten so das Bild noch martialischer. Der Rauch legte sich, das Feuer loderte noch. Und wir setzten zur Landung an. Kurz danach war alles vorbei.

Kopter, Kamera und wir waren heile und glücklich diesen weiteren aktionreichen Tag ohne größere Schäden gut überstanden zu haben. Regie und Kamera waren happy und beglückwünschten uns zu unseren tollen Shots und waren auch stolz die neue PANASONIC GH5 dafür nutzen zu können. Ab jetzt wird das unsere Standard HD, UHD Kamera.

Über Nikolaj Georgiew


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Nikolaj Georgiew (geb. 1966 in Sofia) begann seine Karriere 1990 in Hannover als selbständiger Fotograf für Musik, Mode, Sport und Kunst. Seit 1998 produziert er Musikvideos, Werbefilme und Bildkampagnen. Zu seinen über 550 realisierten Projekten gehören Alben- und Singleproduktionen von Peter Maffay, Yvonne Catterfeld, Duran Duran, Dieter Bohlen, Scorpions, Melanie C  und vielen mehr.

Zudem dreht Nikolaj Georgiew zusammen mit Drohnenpilot und Werber Martin Rinderknecht spektakuläre Luftaufnahmen (www.digicopter.de) für Film, Fernsehen und Commercials. Georgiews Kamera-Kunst gab es u.a. im Oliver Stone-Streifen „Snowden“, in Til Schweigers „Honig im Kopf“ oder in „Vier gegen die Bank“ von Wolfgang Petersen zu sehen.

pfeil Interview mit Nikolaj Georgiew

 

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